Inflation, China, Blockchain – iMaps Capital Markets blickt auf 2022

Liechtenstein 16. Dezember 2021 – Das Jahr 2021 neigt sich dem Ende zu und das neue Jahr wirft seine Schatten voraus. Andreas Wölfl, Gründer und CEO der europäischen Zertifikate-Emittentin iMaps ETI AG mit der Marke iMaps Capital Markets, wirft einen Blick auf 2022 und vertritt klare Standpunkte zu den aktuell vorherrschenden Themen: Inflation, China und Blockchain.

Inflation – gekommen um zu bleiben
2021 hat sich die bereits todgesagte Inflation lautstark zurückgemeldet. Glaubt man den Zentralbanken, ist dies ein Einmaleffekt durch die Coronamaßnahmen, der sich rasch wieder legen wird. Bereits der ehemalige Bundeswirtschaftsminister Ludwig Erhard, stellte fest, dass Inflation immer durch eine leichtfertige Politik hervorgerufen wird.

Die großen Zentralbanken beidseits des Atlantiks sind längst nicht mehr Hüter der Geldwert- und Preisstabilität, sondern gefallen sich in ihren Rollen als Financiers einer achtlosen staatlichen Ausgabenpolitik. Dass nicht bereits vor Jahren eine Konsumgüter-Inflation eingesetzt hat, ist einzig dem Umstand geschuldet, dass die Produktivität der Wirtschaft durch Globalisierung und Technologisierung stark gestiegen ist und dadurch die Kosten gesenkt werden konnten.

Wer hingegen auf Vermögenspreise wie etwa Immobilien blickt, erkennt rasch, dass die Inflation nicht erst 2021 ihr Comeback vorbereitet hat, sondern bereits seit dem Ende der Finanzkrise auf dem Vormarsch ist. Was bei Vermögenspreisen begann, schwappt nun auf Konsumpreise über.

Mehrere Treiber sorgen dafür, dass die Inflation die nächsten Jahre, wenn nicht gar Jahrzehnte über dem jeweiligen Ziel der Europäischen Zentralbank (EZB) und der Federal Reserve (FED) von zwei Prozent liegen wird:

  • Unterbrechung der Lieferketten
    Ein guter Teil des aktuellen Preisschubes ist auf die Unterbrechung von Lieferketten zurückzuführen. Diese sind zwar hauptsächlich bedingt durch die Corona-Krise, aber nicht nur. Der offene Konflikt insbesondere zwischen den USA und China führt dazu, dass die Globalisierung in manchen Bereichen zurückgefahren, wenn nicht sogar gestoppt wird. Unternehmen müssen auch unabhängig von Corona ihre Lieferketten neu aufstellen.
  • Regulierungs- und Gesetzesflut
    Je mehr Gesetze und Verordnungen beachtet werden müssen, desto höher wird der administrative Aufwand. Im staatlichen ebenso wie im Wirtschaftssektor steigt der Anteil an Beschäftigten für administrative Aufgaben seit Jahren stetig an, was die Produktivität verlangsamt. Die Regulierungs- und Gesetzesflut, die wir gerade in der Europäischen Union sehen, wirkt damit als Inflationstreiber.
  • Kampf gegen den Klimawandel
    Es steht außer Frage, dass wir entschieden gegen den Klimawandel vorgehen müssen. Die Herausforderungen sind jedoch enorm und ziehen große finanzielle Kosten nach sich denen keine monetären Erträge oder Produktivitätssteigerungen gegenüberstehen. Auch diese

Tatsache wird die Inflation weiter befeuern. So könnten die 2020er Jahre künftig als das Zeitalter der Greenflation in Erinnerung bleiben.

  • Zinspolitik der Notenbanken
    Seit Jahren betreiben die Notenbanken eine Nullzinspolitik und gingen zuletzt sogar zur Negativzinspolitik über. Um das Inflationsgespenst wieder in die Flasche zurückzuschicken, wäre jedoch Geldverknappung und Zinserhöhung auf einen zumindest positiven Realzins nötig. Dennoch werden wir solche Maßnahmen der Notenbanken, allen voran der EZB, vermutlich noch eine ganze Weile nicht sehen.

Fazit: Die Inflation ist gekommen um zu bleiben. Da die Immobilienpreise bereits sehr stark gestiegen sind und die Nachfrage nach Rostoffen ungebremst ist, sind Investments in Gold und Edelmetalle sowie Bergbau- und Mienenunternehmen eine gute Option, um sich vor einer dauerhaften Inflation zu schützen.

China – Das Comeback der RedChips
Für Anleger in chinesische Aktien war 2021 ein Schreckensjahr. Die Aktien sind auf breiter Front gefallen und der Bewertungsabstand zu US-Aktien hat sich deutlich negativ vergrößert. Die Gründe dafür waren vielseitig:

  • Politisches Eingreifen der kommunistischen Partei Chinas:
    Der private Bildungssektor wurde quasi über Nacht zerschlagen und IT-Gesellschaften wurden in die Schranken gewiesen. Parallel dazu wurde der Einfluss der Partei gestärkt. In fast allen größeren Niederlassungen chinesischer Firmen im Land gibt es nun eigene Parteizellen. Die Zusammenarbeit zwischen Privatunternehmen und Partei wurde institutionalisiert.
  • USA-China-Konflikt:
    Der Handelskrieg zwischen China und den USA eskaliert immer mehr und wird wohl nicht so bald enden. Es stellt sich die Frage, ob er in einen militärischen Konflikt übergeht – und sei es auch “nur” in einen Stellvertreterkrieg –, oder ob es bei einer wirtschaftlichen Entkoppelung bleibt.

Zahlreiche westliche Investoren haben sich zumindest von den gelisteten Investments in China getrennt. Besonders hart getroffen hat es nicht-chinesische Unternehmen, deren Wertschöpfung nahezu komplett in China liegt. Das Listing solcher Unternehmen – vor allem aus Amerika – wird seitens der USA immer stärker in Frage gestellt. Anders als chinesische Unternehmen mit Registrierung in China werden sie aber auch an chinesischen Börsen nicht willkommen sein.

Der massive Abverkauf dieses Jahr bietet allerdings auch eine historische Chance. China wird den Weg zu wirtschaftlichen Weltmacht Nummer Eins fortsetzen. Dazu werden Tech-Riesen, aber auch andere Global Champions benötigt. Auch wenn diese nicht der kommunistischen Ideologie entsprechen, wird China sie unterstützen, solange es den Machtansprüchen der Kommunistischen Partei dient. Ich erwarte daher ein Comeback der RedChips – insbesondere auch der großen chinesischen Tech-Riesen. Bei der Besetzung der Boards in den Unternehmen dürfte allerdings verstärkt Rücksicht darauf genommen werden, langjährige Mitglieder der kommunistischen Partei zu nominieren und die Macht der Regierung damit einzubeziehen.

Das größte Risiko besteht in einer militärischen Eskalation. Die Wahrscheinlichkeit dafür dürfte zwar äußerst gering sein, aber sie ist durchaus gegeben. Sollten China und Russland eine Militärallianz schließen, beispielsweise gleichzeitig in der Ukraine und in Taiwan einmarschieren, würde es nicht nur dort, sondern auch an den Aktienmärkten zu einem Blutbad führen.

Fazit: Unter Abwägung aller Aspekte dürften sich chinesische Aktien wieder erholen. Profitieren kann man von einem Comeback der RedCaps mit Investments in Alibaba, Tencent, baidu, Fosun International Group und Sinopharm. Von chinesischen Immobiliengesellschaften würde ich jedoch vorsichtshalber die Finger lassen.

Blockchain-Anwendungen – Investmentprodukte auf dem Vormarsch
Der Aufstieg der Blockchain ist nicht mehr aufzuhalten. So erwarte ich auch für 2022 einen weiteren Anstieg der wesentlichen Tokenpreise, aber auch eine Flut an neuen Finanzprodukten zu digitalen Assets.

Auch die Wachablöse des Bitcoin steht bevor. Ether, die native Währung des Etheriumnetzwerks, wird als Investment immer interessanter, auch wenn die Differenz im Kryptomarkt noch groß ist. Dennoch stehen die Chancen gut, dass Ether vielleicht schon 2022 an Bitcoin vorbeizieht und den Platz als höchstkapitalisierte Kryptowährung übernimmt. Da sie die smart-contract-Funktion eingebaut hat und auf dem energieeffizienten Proof-of-Stake Prinzip beruht. Weitere solcher nativen Währungen wie etwa Solana stehen ebenfalls in den Startlöchern.

Das größte Wachstumsfeld sehe ich allerdings in den Decentralised-Finance-Anwendungen (DeFi). Diese werden gerade erst durch professionelle Anleger entdeckt. Sie bieten deutlich mehr Mittelzuflüsse in Hedgefonds, Exchange Traded Instruments oder Partizipationszertifikate auf smart contracts im DeFi-Bereich als in einzelne Coins. Die Lizenzeinnahmen, die sich im DeFi Bereich erzielen lassen sind schlicht zu attraktiv, als dass dieser Markt nicht massiv wachsen würde.

Auf der regulatorischen Seite wird die EU-Richtlinie „Regulation on Markets in Crypto-Asset“ (MiCA) voraussichtlich 2022 verabschiedet. Sie soll einen klaren regulatorischen Rahmen für Krypto-Serviceprovider und eine entsprechende Rechtssicherheit bringen. Bis sie jedoch in allen Staaten des europäischen Wirtschaftsraumes umgesetzt sein wird, werden noch zwei Jahre vergehen. Ich erwarte außerdem, dass Europa seine Führungsrolle bei börsengehandelten Investmentprodukten auf Krypto-Basis ausbauen wird. Die United States Securities and Exchange Commission (SEC) wird auch 2022 keinen physischen Bitcoin-ETF zulassen und auch keine anderen Investmentprodukte, welche in Blockchain Token oder Anwendungen investieren.

Fazit: Der Kryptomarkt wird seine Position im Investmentbereich weiter festigen und sich etablieren. Ether wird Bitcoin in Bezug auf Nachhaltigkeit mit der Zeit den Rang ablaufen. Gleichzeitig bieten Lizenzeinnahmen im DeFi-Bereich das größte Wachstumspotenzial. Nicht regulierte Krypto-Serviceprovider werden an Marktanteilen verlieren und Europa wird sich in puncto börsengehandelte Krypto-Investments weiterhin behaupten.

 

Über iMaps ETI AG
Die iMaps ETI AG ist eine Emittentin von Exchange Tradet Products (ETP) im Fürstentum Liechtenstein mit dem Schwerpunkt Vermögensverwalter-Zertifikate in Form von Actively Managed Certificates.

Die iMaps Capital Markets fokussiert sich darauf, Vermögensverwaltern die Plattform zur Emission von Exchange Traded Instruments (ETI) als White Label Lösung zur Verfügung zu stellen, um die jeweilige Investmentstrategie abzubilden. Das Spektrum stellen dabei sowohl ETIs auf klassische Anlagen wie Aktien, Derivate und Fonds dar, als auch auf Digital Assets als Basiswert. Sie sind als Teilgruppe der Exchange Traded Products eine interessante, rasch wachsende und kostengünstige Alternative zu Fonds. Dank dem gebilligten Wertpapierprospekt der iMaps ETI AG besteht die Möglichkeit, ETIs auch Privatanlegern öffentlich anzubieten.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.imaps-capital.com

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